Faire Küchentextilien

Geschirrtücher & handgewebte Schürzen

Unsere Geschirrtücher

Besonders mühsam war für uns die Suche nach fairen und ökologischen Geschirrtüchern. Aber irgendwann sind wir dann fündig geworden: Unsere Geschirrtücher sind mittlerweile aus Biobaumwolle, handgewebt & fair gehandelt. Wir beziehen sie von WeberInnen-Kooperativen in Indien, die diese auf ihren Handwebstühlen weben und dafür fair entlohnt werden. Hierfür arbeiten wir mit einer Fairhandelsorganisation zusammen, die unsere Aufträge zusammen mit ihren eigenen Aufträgen an die WeberInnen-Kooperativen weitergibt. Dort werden die Garne dann nach unseren Wünschen gefärbt und die Geschirrtücher sowie die Schürzen entsprechend unserer Entwürfe gewebt.

Die WeberInnen, von denen wir die Geschirrtücher beziehen, sind im Kooperativenverband der Handweber in Tamil Nadu, Co-optex, organisiert. Jeder indische Bundesstaat hat einen solchen Kooperationsverband. Diese haben das Ziel, das traditionelle Handwerk der Handweberei am Leben zu erhalten und zu unterstützen. So konnten 200 000 Arbeitsplätze für HandweberInnen geschaffen werden. Die WeberInnen können selbst entscheiden, in welcher Kooperative sie Mitglied sein wollen, vorausgesetzt die Kooperative hat freie Webstühle. Die Webstühle werden von der Kooperative gestellt. Die WeberInnen können zuhause weben oder sie gehen in eines der Webzentren, die mit 30-50 Webstühlen ausgestattet sind.

Die Hirschkind-Geschirrtücher werden in der Kooperative Chentex gewebt. Diese hat derzeit 669 Webstühle. Die Kooperative Chentex ist in Chennimalai, ca. 100 km von Coimbatore, beheimatet. Chennimalai ist ein hübsches Städtchen mit ca. 20 000 EinwohnerInnen, ohne Industrie. Dafür klappert in den meisten Häusern ein Webstuhl, weshalb oft auch von einem 'Weberdorf' gesprochen wird.

Kooperative Chentex

Foto: GEPA – The fair trade Company

Die Kooperative Co-optex arbeitet hauptsächlich für den heimischen Markt (Tamil Nadu), wobei überwiegend Saris, Schuluniformen und Wohntextilien wie Bettüberwürfe gewebt werden. Diese werden in ca. 200 eigenen Läden der Kooperative verkauft. Co-optex ist der einzige Kooperativenverband, der auch exportiert. Allerdings sind die Exporte in den letzten Jahren stark rückläufig. Grund war einerseits die Wirtschaftskrise, andererseits billigere Angebote aus China.

Video: GEPA – The fair trade Company

Der Lohn der WeberInnen wird von der Regierung von Tamil Nadu festgelegt und zuvor mit den Kooperativen verhandelt. Im Vorstand der Kooperativen sind neben dem Präsidenten ausschließlich WeberInnen. Für das Weben eines Exportprodukts bekommen die WeberInnen 10% mehr. Bezahlt wird pro Meter oder Stück. Vorgaben, wie viel pro Tag gewebt werden muss, gibt es nicht. Darüber hinaus profitieren die WeberInnen vom einem Wohlfahrtsprogramm, das ihnen eine Krankenversicherung, Rentenzahlung und finanzielle Unterstützung für die Schulausbildung ihrer Kinder bietet.

Übrigens: Ein kleiner Teil unserer Geschirrtücher, nämlich die gepunkteten, sind nicht handgewebt. Sie werden in einer Näherei der Kooperative unter fairen Bedingungen bedruckt und umgenäht.

I made your teatowel

Foto: GEPA – The fair trade Company

Unsere Geschirrtücher waren bis vor einiger Zeit leider nicht aus Biobaumwolle, sondern aus konventioneller Baumwolle. Mittlerweile hat sich dies zu unserer großen Freude verändert und unsere gesamte neue Geschirrtuch- und Schürzenkollektion ist aus Biobaumwolle! Die alten Tücher, die genauso fair hergestellt wurden, verkaufen wir hier noch ab. Es ist im Shop immer genau zu sehen, ob die Tücher Bio sind oder nicht.

Warum hatten wir zu Anfang keine Geschirrtücher und Schürzen aus Biobaumwolle? Als wir mit dem Verkauf von Geschirrtüchern vor vielen Jahren begannen, war es uns unmöglich, eine Quelle für faire und ökologische Tücher aufzutun. Wir waren sehr froh, als wir nach langer Suche diese Möglichkeit fanden, die Tücher für uns weben zu lassen. Irgendwann änderte sich der Markt und plötzlich gab es Geschirrtücher aus Biobaumwolle. Aus unserer Sicht wäre es aber unvereinbar mit den Prinzipien des fairen Handels, den Kooperativen, die seit Jahren die  Geschirrtücher für uns webten, ihre Aufträge plötzlich zu entziehen - schon gar nicht für die Alternative industriell gefertigter Tücher aus Biobaumwolle. Deshalb versuchten wir, die Kooperative dazu zu bewegen, unsere Tücher aus Biobaumwolle zu weben. Dies gelang uns lange Zeit nicht, da sie Biobaumwolle als uninteressant für den indischen Markt, für den sie hauptsächlich produzieren, ansahen. Wir blieben aber dran. Das hat sich gelohnt, denn jetzt können wir die tollen handgewebten Geschirrtücher in Bio-Qualität anbieten. Das freut uns sehr!

Die Baumwolle für die Geschirrtücher wird übrigens zentral für alle Kooperativen von der National Handloom Development Coperation (NHDS) in Coimbatore eingekauft. Sie stammt aus verschiedenen baumwollproduzierenden Bundesstaaten Indiens. Die Weberfamilien erhalten das ungefärbte Baumwollgarn, das sie in einer nahegelegenen Färberei mit AZO- und PCP-freien Farben färben lassen. Die Färbung selbst ist allerdings nicht bio-zertifiziert. Da es sich um Geschirrtücher handelt und nicht um Kleidung und giftige Stoffe ausgeschlossen sind, ist dies für uns akzeptabel. Vielleicht tut sich auch hier noch etwas in den nächsten Jahren. Wir bleiben dran.

Näher in der Kiboko Näherei

Näherin in der Kiboko Näherei

Näherin in der Kiboko Näherei

 

Untersetzer

Unsere Untersetzer aus Kork

Die Untersetzer beziehen wir von einer deutschen Firma, die diese in Portugal aus portugiesischem Kork herstellen lässt. Wir bedrucken sie wie alles andere auch dann in unserer eigenen Siebdruckwerkstatt Berlin-Kreuzberg.